S/4HANA Migration Checkliste
12 Punkte, die Ihr Basis-Team vor dem Projektstart klären muss.
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SAP-Projekte geraten häufiger in Schieflage, als die meisten zugeben möchten. Die Symptome sind immer dieselben: Meilensteine werden gerissen, das Budget ist überzogen, die Stimmung zwischen Fachbereich, IT und externen Dienstleistern wird toxisch. Irgendwann stellt jemand die Frage: „Können wir das Projekt noch retten?“ Die Antwort ist meistens Ja – aber nur, wenn schnell und strukturiert gehandelt wird.
Nicht jede Verzögerung ist eine Krise. Aber wenn mehrere dieser Indikatoren gleichzeitig auftreten, sollten Sie handeln:
Bevor Sie irgendetwas ändern, brauchen Sie ein ehrliches Bild der Lage. Nicht das, was in der letzten Lenkungsausschuss-Präsentation stand, sondern die Realität. Führen Sie in 48 Stunden Einzelgespräche mit allen Schlüsselpersonen: Projektleitung, Teilprojektleiter, Key User, externe Partner. Fragen Sie nach den drei größten Risiken, den größten Blokkern und was sie ändern würden, wenn sie könnten.
Das Ergebnis ist ein ungeschminkter Statusbericht – die Grundlage für alles Weitere.
In Krisenprojekten ist der Scope fast immer aufgebläht. Jeder hat „noch eine Anforderung“ reingedrückt, niemand hat Nein gesagt. Ergebnis: Das Team arbeitet an 50 Dingen gleichzeitig und liefert bei keinem davon Qualität.
Die Maßnahme: Scope Freeze. Sofort. Keine neuen Anforderungen, keine Änderungen, bis die Situation stabilisiert ist. Alles, was nicht für das Go-Live zwingend notwendig ist, kommt auf eine Phase-2-Liste. Das ist kein Verrat am Fachbereich – es ist die Voraussetzung dafür, überhaupt etwas zu liefern.
Was muss wirklich fertig werden, damit das Go-Live stattfinden kann? Nicht was wünschenswert wäre – was ist zwingend? Identifizieren Sie den kritischen Pfad und stellen Sie sicher, dass genau diese Aufgaben die höchste Priorität und die besten Ressourcen bekommen.
Typische Elemente auf dem kritischen Pfad: Datenmigration, Integrationstests, Berechtigungskonzept, Cutover-Prozedur. Alles andere ist nachrangig.
In Krisenprojekten bricht die Kommunikation als Erstes zusammen. Informationen fließen nicht, Entscheidungen werden nicht kommuniziert, Gerüchte ersetzen Fakten. Setzen Sie ab sofort auf:
Manchmal braucht es jemanden von außen, der die Situation unbefangen bewerten kann. Nicht als Ersatz für die bestehende Projektleitung, sondern als Ergänzung: jemand, der keine politischen Rücksichten nehmen muss, der Erfahrung mit genau solchen Situationen hat und der die richtigen Fragen stellt.
Das kann ein Assessment in 1–2 Wochen sein, das Klarheit schafft. Oder eine temporäre Verstärkung der Projektsteuerung für die kritische Phase bis Go-Live.
SAP-Projekte in Schieflage zu stabilisieren ist keine Raketenwissenschaft – aber es erfordert Entschlossenheit, Ehrlichkeit und Erfahrung. Je früher Sie handeln, desto weniger schmerzhaft wird es. Die teuerste Option ist immer, weiterzumachen wie bisher und auf Besserung zu hoffen.
12 Punkte, die Ihr Basis-Team vor dem Projektstart klären muss.
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