SAP Security Hardening: Die 10 wichtigsten Maßnahmen
Praxis-Leitfaden mit 10 konkreten Maßnahmen für Ihre SAP-Systemsicherheit.
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Die Entscheidung für S/4HANA ist gefallen. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit – und die meisten Probleme entstehen nicht während der Migration, sondern weil davor entscheidende Fragen nicht geklärt wurden. Diese Checkliste richtet sich an Basis-Teams und technische Projektleiter, die eine S/4HANA-Migration sauber vorbereiten wollen.
Bevor Sie irgendetwas planen: Haben Sie eine aktuelle, vollständige Dokumentation Ihrer Systemlandschaft? Das klingt selbstverständlich, ist es aber selten. Erfassen Sie alle Systeme (Produktiv, QA, Dev, Sandbox), ihre Versionen, Datenbank-Typen, OS-Versionen und Abhängigkeiten. Interfaces, RFC-Verbindungen, ALE-Szenarien – alles muss auf den Tisch.
SAPs Readiness Check ist Ihr erster Anlaufpunkt. Er zeigt Ihnen Simplification Items, Custom-Code-Anpassungsbedarf, Fiori-App-Empfehlungen und Business-Function-Abhängigkeiten. Führen Sie ihn früh aus – nicht erst, wenn das Projekt schon läuft.
Das Custom Code Migration Worklist Tool (ABAP Test Cockpit) zeigt Ihnen, welcher Kundencode angepasst werden muss. Erfahrungswert: In typischen ECC-Systemen sind 15–30% des Custom Codes betroffen. Sortieren Sie nach Kritikalität: Was wird aktiv genutzt? Was kann gelöscht werden?
HANA hat andere Sizing-Anforderungen als jede vorherige SAP-Datenbank. Nutzen Sie den SAP Quick Sizer und den HANA Sizing Report (Transaktion /SDF/HDB_SIZING). Berücksichtigen Sie: Arbeitsspeicher für HANA ist nicht nur Datenvolumen – Indizes, Column Store, Delta Merge brauchen zusätzlichen RAM.
Greenfield, Brownfield oder Selective Data Transition? Die Entscheidung hat massive Auswirkungen auf Aufwand, Timeline und Risiko. Brownfield (System Conversion) behält Ihre Historie. Greenfield bedeutet Neuaufbau. Beides hat Berechtigung – aber die Wahl muss bewusst getroffen werden.
Wie viele Daten migrieren Sie? Historische Belege, archivierte Daten, Altdaten? Jedes GB, das Sie nicht migrieren, spart Zeit und Kosten. Definieren Sie klare Cutoff-Daten. Prüfen Sie, ob Datenarchivierung vor der Migration sinnvoll ist – das reduziert Downtime erheblich.
S/4HANA bringt neue Transaktionen, neue Fiori-Apps und neue Berechtigungsobjekte. Ihr bestehendes Rollenkonzept muss angepasst werden. Planen Sie das früh ein – nicht als Nachgedanke in der Go-Live-Woche. Mehr dazu in unserem Berechtigungs-Leitfaden.
Nutzen Sie die Migration als Chance, Security von Anfang an richtig aufzusetzen. SNC, Verschlüsselung, Gateway-Security, ICF-Services – alles, was im alten System „historisch gewachsen“ war, sollte im neuen System nach Best Practice konfiguriert werden. Siehe auch: Security Hardening Leitfaden.
Technische Tests (Performance, Integration, Regression) und fachliche Tests (End-to-End-Szenarien) müssen geplant werden. Definieren Sie Testfälle früh. Automatisieren Sie, was geht. Planen Sie mindestens zwei vollständige Testrunden ein.
Der Cutover-Plan ist Ihr Drehbuch für das Go-Live-Wochenende. Er muss minutengenau sein: Wer macht wann was? Was sind die Checkpoints? Was sind die Abbruchkriterien? Testen Sie den Cutover mindestens einmal komplett durch – als Dress Rehearsal.
Was passiert, wenn das Go-Live scheitert? Ein dokumentierter, getesteter Fallback-Plan ist Pflicht. Definieren Sie den Point-of-no-Return und die Kriterien, die zum Abbruch führen würden.
Die ersten 2–4 Wochen nach Go-Live sind kritisch. Planen Sie verstärkte Besetzung, schnelle Eskalationswege und tägliche Statusmeetings. Definieren Sie KPIs für die Systemstabilität: Response-Zeiten, Fehlerquoten, Job-Laufzeiten.
Eine S/4HANA-Migration ist kein reines Technikprojekt – aber ohne solide technische Vorbereitung scheitert sie garantiert. Diese 12 Punkte sind kein Garant für Erfolg, aber sie verhindern die häufigsten Fehler. Wenn Sie Unterstützung bei der Planung oder Umsetzung brauchen, sprechen Sie uns an.
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