SAP Security Hardening: Die 10 wichtigsten Maßnahmen für 2026
Praxis-Leitfaden mit 10 konkreten Maßnahmen für Ihre SAP-Systemsicherheit.
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In fast jedem SAP-System, das länger als fünf Jahre im Betrieb ist, finden sich dieselben Symptome: Rollen, die niemand mehr zuordnen kann. Benutzer mit SAP_ALL „weil es damals schnell gehen musste“. SoD-Reports mit Tausenden von Konflikten, die seit Jahren ignoriert werden. Das Aufräumen fühlt sich an wie ein Mammutprojekt – muss es aber nicht sein. Dieser Leitfaden zeigt einen pragmatischen Weg, der den laufenden Betrieb nicht gefährdet.
Fehlende Autorisierungsprüfungen waren 2025 die häufigste SAP-Schwachstellenkategorie (31% aller Patches). Überdimensionierte Berechtigungen potenzieren jede technische Schwachstelle: Wenn ein Angreifer über eine Sicherheitslücke ins System kommt und dort SAP_ALL-Rechte vorfindet, ist die Kompromittierung vollständig. Hinzu kommt der Compliance-Druck: Wirtschaftsprüfer und interne Revisionen schauen immer genauer hin.
Bevor Sie anfangen umzubauen, brauchen Sie eine Bestandsaufnahme:
KI-gestützte Analyse-Tools können diese Auswertung in Stunden statt Wochen liefern. Die Ergebnisse bilden die Entscheidungsgrundlage für alles Weitere.
Nicht alles muss sofort perfekt sein. Starten Sie mit den Maßnahmen, die das Risiko am schnellsten senken:
Diese Maßnahmen lassen sich oft innerhalb weniger Tage umsetzen und reduzieren das Risikoprofil drastisch.
Der klassische Fehler: Neue Rollen am Reißbrett entwerfen, ohne zu wissen, was die Benutzer tatsächlich brauchen. Besser: Nutzungsdaten auswerten (Transaktions-Traces, SU10-Auswertungen) und daraus Rollen ableiten, die zum realen Arbeitsalltag passen.
Das Ergebnis ist ein Rollenkonzept nach dem Least-Privilege-Prinzip: Jeder bekommt genau das, was er braucht – nicht mehr, nicht weniger.
2.000 SoD-Konflikte klingen dramatisch. Aber nicht jeder Konflikt ist gleich riskant. Entscheidend ist die Kombination aus:
Eine risikobasierte Priorisierung reduziert die „echten“ Konflikte oft auf einen Bruchteil – und macht das Projekt handhabbar.
Das beste Rollenkonzept erodiert, wenn es keinen Prozess gibt, der es schützt:
Das muss nicht aufwändig sein – aber es muss existieren und gelebt werden.
Berechtigungen aufräumen ist kein Big-Bang-Projekt. Mit dem richtigen Vorgehen – Transparenz, Quick Wins, nutzungsbasiertes Redesign und Governance – lässt sich auch ein historisch gewachsenes System in wenigen Monaten auf ein auditfestes Niveau bringen. Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr System aktuell dasteht, starten wir gerne mit einer unverbindlichen Erstanalyse.
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