SAP-Cutover-Planung: Leitfaden für sichere Go-Lives
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SAP-Programme werden selten von einem einzigen Dienstleister umgesetzt. Systemintegrator, Hosting-Partner, Lizenzgeber, spezialisierte Berater und interne Teams arbeiten parallel – und genau darin liegt die Herausforderung. Ohne klare Governance-Strukturen drohen Verzögerungen, Schuldzuweisungen und Qualitätsverluste. Dieser Artikel zeigt, wie Sie Multi-Vendor-Setups in SAP-Programmen erfolgreich steuern.
In großen SAP-Transformationen finden sich häufig folgende Konstellationen: Ein Systemintegrator (SI) verantwortet die S/4HANA-Implementierung. Ein zweiter Anbieter betreibt das Hosting oder die Cloud-Infrastruktur. Spezialisierte Partner übernehmen Bereiche wie Security, Berechtigungen, Datenarchivierung oder Testing. Interne IT-Teams steuern Basis-Betrieb und Change Management. Je mehr Parteien beteiligt sind, desto wichtiger wird eine zentrale Orchestrierung.
Ein Multi-Vendor-Governance-Framework definiert Spielregeln für die Zusammenarbeit. Die zentralen Elemente sind:
Der Vertrag muss Multi-Vendor-Risiken adressieren. Vermeiden Sie Silo-Verträge, die keine übergreifende Zusammenarbeit regeln. Definieren Sie Kooperationspflichten: Jeder Anbieter muss bei der Fehleranalyse unterstützen, auch wenn der Fehler nicht in seinem Bereich liegt. Legen Sie Service-Level-Agreements (SLAs) fest, die End-to-End-Perspektiven berücksichtigen. Regeln Sie die Handhabung von Cross-Vendor-Incidents: Wer koordiniert, wer analysiert, wer fixt? Eine übergreifende Integrations-Testpflicht sollte vertraglich verankert sein.
Die tägliche Zusammenarbeit erfordert klare Prozesse: Einheitliches Ticket-System für alle Anbieter (JIRA, ServiceNow) mit standardisierten Kategorien und Prioritäten. Gemeinsames Deployment-Kalender zur Vermeidung von Konflikten. Integrationstest-Koordination: Wer testet welche Schnittstelle wann? Gemeinsame Dokumentationsplattform (Confluence, SharePoint) mit einheitlicher Struktur. Transparenz ist der Schlüssel – jeder Anbieter muss seinen Status offen kommunizieren.
Die häufigsten Risiken in Multi-Vendor-Setups und wie Sie ihnen begegnen:
Das interne Program Management Office (PMO) ist das Rückgrat des Multi-Vendor-Managements. Es muss herstellerneutral agieren und das Gesamtprogramm im Blick behalten. Die Kernaufgaben umfassen die Überwachung übergreifender Abhängigkeiten, die Koordination von Releases und Deployments, die Qualitätssicherung über alle Arbeitspakete hinweg, das Risikomanagement auf Programmebene und die Eskalation und Konfliktlösung zwischen Anbietern. Investieren Sie in erfahrene PMO-Ressourcen – sie sind die wichtigste Erfolgsinvestition in Multi-Vendor-Programmen.
Multi-Vendor-Management in SAP-Programmen erfordert klare Governance, transparente Kommunikation und eine starke interne Steuerung. Die frühzeitige Definition von Spielregeln, Schnittstellen und Eskalationspfaden ist entscheidend. Hupp Consulting unterstützt Sie bei der Etablierung von Multi-Vendor-Governance-Strukturen und der operativen Steuerung komplexer SAP-Programme. Sprechen Sie uns an – wir bringen Ordnung in Ihr Multi-Vendor-Setup.
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